Doch trotz der ganzen Mühen hat mich das Tenkusai nicht so sehr in den Bann gezogen und ich bin mit ein paar anderen Austauschstudenten zum Welcome BBQ gegangen. Das hat sich auch sehr gelohnt, denn gegrillt wurde auf Blechtonnen mit großen Gittern drüber gestülpt. Und auf diesem Grill landete eigentlich so alles Essbares (je nachdem wie man das definiert): Bananen, Mangos, Kartoffeln, Eier, Fleischstreifen (nicht so wie wir das kennen) und irgendwelche ekligen Meerestiere... Tintenfische und so. Na ja, ich habe mich auf jeden Fall an das Obst und Gemüse gehalten und wurde daraufhin von allen entsetzt gefragt, ob ich Vegetarierin sei. Ich glaube, dass ist hier noch eine richtige Sünde :D
Neben dem Gegrillten gab es aber auch Sushi, das super lecker war. Aber auch hier hielt ich mich wieder von denen mit Fisch fern. Roh ist einfach doch ein bisschen zu krass für mich. Dabei fällt mir auch gerade ein, dass meine liebe Zimmernachbarin Yoko mir einen Gefallen tun wollte und aus ihrer Heimatstadt Yokohama rohes Pferdefleisch mitgebracht hat, welches wohl ziemlich teuer ist und in ganz Japan berühmt. Hm... Dankeschön. Habe mich natürlich RIESIG darüber gefreut und weil ich eine so gute Gastgeberin bin, den ganzen neidischen Japanern großzügig was abgegeben. Hong hat es sogar probiert und sie war ganz begeistert davon, aber ich konnte es beim besten Willen nicht in den Mund nehmen.
Zurück zum Welcome BBQ. Natürlich haben wir ganz lustige Kennenlernspiele gespielt, bei denen man sich nach dem Motto „I pack my bag“ die Namen merken musste. Leider stand ich relativ weit hinten und wir hatten viele Koreanische und Chinesische Austauschstudenten, weswegen ich dauernd Namen aufzählen musste, die sich irgendwie alle sehr ähnlich anhörten. Aber ich habe es geschafft und mittlerweile kann ich sie sogar auch alle voneinander unterscheiden ;)
Meine Japanischlehrerin (auf dem Foto zusammen mit Peter, Timos Zimmernachbarn, der natürlich nicht Peter heißt, aber dessen richtigen Namen keiner Aussprechen kann. Er hat ihn mir mal gesagt, aber bitte fragt mich nicht danach) war übrigens auch da und ich musste die ganze Zeit mit ihr Japanisch sprechen, weswegen einer der japanischen Helfer dachte, ich bin perfekt. Sobald man hier nämlich nur „moshimoshi“ oder „sumimasen“ sagen kann, glauben die verehrten Japaner, man beherrsche ihre Sprache. Also textete mich der Japaner munter auf Japanisch zu, ich nickte brav und meine Japanischlehrerin hat sich vor Lachen nicht mehr eingekriegt. Er hat einfach viel zu schnell gesprochen und derbste Umgangssprache benutzt, weswegen ich tatsächlich kein einziges Wort verstanden habe.
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AntwortenLöschenCongratulations on Your nice site and best wishes from an Estonian living in Italy